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Die Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" Magdeburg.

Wohl für jedes Kind ein unvergesslicher Anblick, die Klinken am Haupteingang.

Das Kloster Unser Lieben Frauen, das älteste erhaltene Gebäude Magdeburgs.

Das Kloster Unser Lieben Frauen, das älteste erhaltene Gebäude Magdeburgs.
Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
Am 17. September 1977 wurde die ehemalige Kirche des Klosters Unser Lieben Frauen nach längerer Phase der Restaurierung fertiggestellt und als Konzerthalle eingeweiht.
Sie trägt den Namen des berühmten Komponisten Georg Philipp Telemann, der 1681 in Magdeburg geboren wurde und in seiner Geburtsstadt seit langem eine besondere Würdigung erfährt. Die Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" gehört mit 349 Plätzen zu den kleineren Konzertsälen der Stadt. Als Teil der historischen Klosteranlage ist sie eingebunden in die "Straße der Romanik" und zählt wegen ihrer architektonischen Besonderheiten zu den reizvollsten musikalischen Aufführungsstätten des Landes Sachsen-Anhalt.
Orgel
Mit dem Einbau der großen Konzertorgel – dem 1000. Werk des Jehmlich-Orgelbaus Dresden – im Jahre 1979 bekam die Orgelmusik im Kloster Unser Lieben Frauen eine feste Heimstatt.
Nähere Informationen zur Orgel (einschließlich Disposition) können Sie hier nachlesen.
Veranstaltungskalender
Die verschiedensten Formen der Kammermusik, die Chormusik und die Chorsinfonik nehmen einen breiten Raum innerhalb des Konzertangebotes ein, für das das Gesellschaftshaus der Landeshauptstadt verantwortlich zeichnet.
Adresse:
Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg
Regierungsstraße 4-6
39104 Magdeburg
30 JAHRE MUSIK IM KLOSTER UNSER LIEBEN FRAUEN
(ein Artikel zum Jubiläum)Die Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" beging ein Jubiläum.
Am 17. September 1977 erlebten die Magdeburger erstmals nach langer Zeit wieder Musik in der Marienkirche des Klosters Unser Lieben Frauen. Die Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" war eröffnet und wurde vom Publikum begeistert angenommen. Sehr bald entwickelte sie sich zu einer der bedeutendsten und interessantesten Spielstätten weit über die Stadtgrenzen hinaus und bestimmt seit langem die Magdeburger Musikgeschichte in erheblichem Maße mit.
Fast auf den Tag genau nach 30 Jahren wurde vom 14. bis 16.09.2007 mit einem musikalischen Festwochenende im Kloster dieses Jubiläums begangen.
In einer kleinen Ausstellung und einem Vortrag am Freitag, dem 14.09. um 11.00 Uhr wurden einige Episoden aus der Geschichte dieser so besonderen musikalischen Spielstätte in Erinnerung gerufen.
Am Sonnabend, dem 15. September 2007, präsentierten in einem Festlichen Jubiläumskonzert der 1. Solohornist des Gewandhauses Leipzig Ralf Götz und das Kammerorchester der magdeburgischen philharmonie unter Leitung des GMD Francesco Corti das Konzert für Horn und Orchester Nr. 4 Es-Dur KV 495 und die Sinfonie D-Dur KV 133 von Wolfgang Amadeus Mozart sowie Beethovens Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36.
Am Sonntag, dem 16.09.2007, waren alle großen und kleinen Musikfreunde zu einem Familienkonzert mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie unter Leitung von Christian Simonis in die Konzerthalle eingeladen ,um gemeinsam das musikalische Märchen "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew zu erleben, vorgetragen von Frank Matthias.
Chronik der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann"
1977
- Übergabe der Klosterkirche als Konzerthalle "Georg Philipp Telemann"
- Festliches Eröffnungskonzert am 17. September 1977 mit Igor Oistrach, Violine, Ludwig Güttler, Trompete, und dem Städtischen Orchester Magdeburg unter Leitung von GMD Roland Wambeck
- Durchführung von zwei Musikfestwochen mit Beiträgen von hoher nationaler und internationaler Bedeutung, die in den Folgejahren ihre Fortführung fanden
- Die traditionsreiche Konzertreihe "Telemann-Sonntagsmusik" zieht vom Gobelinsaal des Kulturhistorischen Museums in die Konzerthalle um (seit Januar 2004 im Schinkelsaal des Gesellschaftshauses)
1978
- Aufbau von zwei Anrechtsreihen der Kammermusik und Beginn einer regen Veranstaltungstätigkeit
- Joachim Dalitz (geb. 1951) wird Organist am Kloster Unser Lieben Frauen und begleitet den Einbau der Konzertorgel
- Einweihung des Glockengeläuts der Glockengießerei Schilling Apolda im Dachstuhl des Westportals
1979
- Übergabe der Konzertorgel "op. 1000" der traditionsreichen Orgelbaufirma Jehmlich, Dresden, im Rahmen einer feierlichen Orgelweihe mit dem Hausorganisten Joachim Dalitz, Jutta Schlegel, Sopran, Ludwig Güttler, Trompete, und dem Städtischen Orchester Magdeburg unter Leitung von GMD Roland Wambeck
- Beginn der nun jährlich stattfindenden Orgelfesttage
- Aufbau einer Anrechtsreihe Orgelmusik, die seitdem fortgeführt wird
1980-1983
- Beginn von Veranstaltungsreihen, die charakteristisch für die inhaltliche Breite des Konzertangebotes der Konzerthalle waren:
"Junge Künstler musizieren"
"Ensemble international"
"Zeitgenössische Musik im Gespräch"
"Jazz in der Halle" u.a.
1981
- Erstmals finden Konzerte der Magdeburger Telemann-Festtage in der Konzerthalle statt. Seitdem gehört sie zu den Veranstaltungsorten dieser international renommierten Festspiele (Interpreten: Akademie für Alte Musik Berlin, Frieder Bernius, Cappella Coloniensis, Capella Savaria, Concerto Köln, Dresdner Barockorchester, Reinhard Goebel, Ludwig Güttler, Florian Heyerick, Il Fondamento, Kammerchor Stuttgart, La Stagione Frankfurt, Les Talens Lyriques, Magdeburger Kammerchor, Hermann Max, Musica Antiqua Köln, Christoph Rademann, Rheinische Kantorei, Michael Schneider, Peter Schreier, Telemann-Kammerorchester Michaelstein u.a.)
1984
- Joachim Dalitz wird als Organist an das Schauspielhaus Berlin berufen.
- Hans Otto (1922-1996), bis dahin Domorganist an der Silbermann-Orgel zu Freiberg/Sachsen, übernimmt nun die Aufgabe des Organisten am Kloster Unser Lieben Frauen.
1987
- Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich des 10jährigen Bestehens der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann"
- In den ersten 10 Jahren werden bei ca. 2.200 Veranstaltungen insgesamt über 500.000 Besucher gezählt.
1989
- Zum 10jährigen Jubiläum der Orgelweihe finden die Orgelfesttage letztmalig im Herbst statt und werden ab 1990 in das Frühjahr verlegt.
- Die Öffnung der Grenzen beeinflusst spontan die bis dahin rege und kontinuierliche Veranstaltungstätigkeit.
1990
- Beginn einer langsamen Strukturveränderung des Musikbetriebes im Kloster, u.a. unter Einbeziehung neuer Veranstaltungsprojekte
1991
- Der Organist Hans Otto tritt nach erfolgreichem Wirken in den Ruhestand.
- Prof. Ulrich Bremsteller (geb. 1937), Dozent für Orgel an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, übernimmt das Amt des Titularorganisten am Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg.
1992
- Festkonzert zum 15jährigen Bestehen der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" am 17. September 1992 mit Andreas Hartmann, Violine, Peter Heinze, Oboe, Wolfgang Kupke, Cembalo, und dem Mitteldeutschen Kammerorchester
1993
- Herauslösung des musikalischen Veranstaltungsbetriebes aus dem Verantwortungsbereich des Klosters und Anbindung an das Kulturamt der Landeshauptstadt
- Der Raum Konzerthalle wird nur noch als Spielstätte betrieben.
1994
- 1. Magdeburger Orgelakademie: Organist Titular Prof. Ulrich Bremsteller studiert mit jungen Nachwuchsorganisten die vier Orgelsonaten des Magdeburger Komponisten August Gottfried Ritter ein.
- 15 Jahre Orgelweihe – in einem Festkonzert finden sich Joachim Dalitz, Hans Otto und Prof. Ulrich Bremsteller, die drei Organisten des Klosters Unser Lieben Frauen, noch einmal zusammen.
1995
- Generalreinigung, Erweiterung und Überholung der Konzertorgel durch den Jehmlich-Orgelbau Dresden. Technische Erweiterungen, z.B. der Einbau neuer Spielhilfen, optimieren die Spielbarkeit des Instrumentes. Wenige klangliche Veränderungen lassen ein Instrument entstehen, das eine adäquate Interpretation barocker, romantischer und zeitgenössischer Orgelmusik gleichermaßen ermöglicht.
- Wiedereinweihung des Instrumentes nach 10wöchiger Pause anlässlich der 17. Orgelfesttage
- 1. Internationaler August-Gottfried-Ritter-Orgelwettbewerb Magdeburg mit 17 Teilnehmern aus vier Ländern, die in insgesamt drei öffentlichen Wertungsrunden vor einer international besetzten Jury ihre Programme präsentieren Veranstalter ist der Musikrat der Landeshauptstadt Magdeburg.
1997
- Die Konzertbesucherzahl seit Bestehen der Konzerthalle überschreitet die Millionengrenze.
- Festliches Jubiläumskonzert anlässlich des 20jährigen Bestehens der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" am 17. September 1997 mit Joachim Dalitz, Orgel, Georg Dengel, Klarinette, und der Magdeburgischen Philharmonie unter Leitung von Jan Michael Horstmann.
2002
- Festkonzert zum 25jährigen Bestehen der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" am 28. September 2002 mit dem Kammerorchester der Magdeburgischen Philharmonie unter Leitung von Yoichi Yamashita.
2004/5
- Schließung der Konzerthalle wegen bautechnischen Maßnahmen zur Sicherung des Bauwerkes
- Verlagerung bestimmter Veranstaltungen in den neu restaurierten Schinkelsaal des Gesellschaftshauses
2005
- Fertigstellung des Gesellschaftshauses und Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Konzerthalle
- Die Genres Orgelmusik, Chormusik und Sinfonik finden erneut ihre Heimstatt in der Konzerthalle, während Kammermusik und kleiner besetzte Programme im Gesellschaftshaus angesiedelt sind.
2007
- Das festliche Jubiläumskonzert anlässlich des 30jährigen Bestehens der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg fand am 15.09.2007 statt. Ausführende waren Ralf Götz, Horn, und das Kammerorchester der magdeburgischen philharmonie, unter der Leitung von GMD Francesco Corti.
2008
- IV. Internationaler August-Gottfried-Ritter-Orgelwettbewerb Magdeburg
mit 22 Teilnehmern aus 14 Ländern, die in insgesamt drei öffentlichen Wertungsrunden vor einer international besetzten Jury ihre Programme präsentieren
Erstmals finden die drei Wertungsrunden an unterschiedlichen Orgeln statt:
1. Runde: Jehmlich-Orgel in der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann"
2. Runde: Eule-Orgel in der Kathedrale St. Sebastian
3. Runde: Schuke-Orgel im Dom zu Magdeburg Veranstalter ist der Musikrat der Landeshauptstadt Magdeburg.
Veranstalter ist der Musikrat der Landeshauptstadt Magdeburg in Zusammenarbeit mit dem Gesellschaftshaus der Landeshauptstadt Magdeburg, der Kathedrale St. Sebastian und dem Dom St. Mauritius und Katharina.
1. Preis: Drahoslav Gric, Tschechien
2. Preis: Hee-Jung Min, Südkorea
3. Preis: Erik Kolind, Dänemark
Sonderpreis: Daniel Beilschmidt, Deutschland
2009
-
Der langjährige Titularorganist Prof. Ulrich Bremsteller gibt sein Amt an den erfahrenen und erfolgreichen Organisten und Orgelpädagogen
Prof. Arvid Gast ab.
Beide Organisten begleiteten als gefragte und erfahrene Juroren von Beginn an die langjährige Orgelwettbewerbstradition in Magdeburg. - Die 28. Magdeburger Orgelfesttage vom 12. bis 25. September stehen ganz im Zeichen des 30-jährigen Jubiläums der 1979 als opus 1000 vom Jehmlich-Orgelbau Dresden erbauten großen Konzertorgel in der Konzerthalle "Georg Philipp Telemann" im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg.

