Die barocke Ornamentik der Virtuosen in Werken von Telemann, Geminiani, Benda und Johann Sebastian Bach
Georg Philipp Telemann nutzte seinen Verlag nicht nur dazu, exemplarische Musik in die Öffentlichkeit zu bringen, sondern gab seinen Zeitgenossen zugleich didaktisch intendierte Hinweise zur Ausführung der Musik in die Hand. In seinen ›Methodischen Sonaten‹, die im Konzert vorgestellt werden, notierte er die Oberstimme(n) der langsamen Sätze in zwei Versionen – pur und verziert. Das Ornamentieren war Usus jener Zeit, äußerst variabel und abhängig von der individuellen Musizierweise der Interpreten, auch vom Personalstil der Komponisten sowie von stilistischen Ausprägungen und Vorgaben. Das international gefeierte Ensemble Ludus Instrumentalis wird in seinem Programm Besonderheiten dieser Aufführungspraxis vorstellen.