Donnerstag, 30.05.2019 / Konzerthalle "Georg Philipp Telemann"

De Profundis

Musik von Arvo Pärt im Licht franko-flämischer Vokalpolyphonie

Werke von Arvo Pärt, Josquin Despréz, Guillaume Dufay u.a.

amarcord:
Wolfram Lattke, Robert Pohlers | Tenor
Frank Ozimek | Bariton
Daniel Knauft, Holger Krause | Bass
Orgel:
Daniel Beilschmidt

 

Das Programm umkreist A-Cappella-Musik und Orgelwerke sowie Werke für Vokalensemble und Orgel von Arvo Pärt. Dabei wird der Bogen zur franko-flämischen Vokalpolyphonie verschiedener Generationen zwischen 1436 und 1588 geschlagen, jener Musik, die neben dem gregorianischen Gesang eine maßgebliche Quelle für Pärts musikalische Neufindung in seiner Schaffensphase Ende der 1970er Jahre wurde.

 

Foto: Rolf Arnold

 

Unverwechselbarer Klang, perfekte Homogenität, musikalische Stilsicherheit und eine Portion Charme und Witz sind die besonderen Markenzeichen von amarcord. Das äußerst facettenreiche und breitgefächerte Repertoire umfasst Gesänge des Mittelalters, Madrigale und Messen der Renaissance, Kompositionen und Werkzyklen der europäischen Romantik und des 20. Jahrhunderts sowie A-cappella-Arrangements weltweit gesammelter Volkslieder und bekannter Songs aus Soul und Jazz.

Dem Neuen gegenüber aufgeschlossen, legen die Sänger großen Wert auf die Pflege und Förderung zeitgenössischer Musik. So schrieben u.a. Bernd Franke, Steffen Schleiermacher, Ivan Moody und Dimitri Terzakis Werke für amarcord. Wenngleich reine A-cappella-Programme im Mittelpunkt der Konzerttätigkeit stehen, gibt es regelmäßig Projekte mit namhaften Ensembles und Künstlern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Lautten Compagney, dem Ensemble Modern, der Pianistin Ragna Schirmer oder dem Bandoneonvirtuosen Per Arne Glorvigen.

 

© privat

 

Daniel Beilschmidt studierte Orgel mit Konzertexamen bei Arvid Gast, Ullrich Böhme, Stefan Johannes Bleicher, Hans Fagius, Bernhard Klapprott und Michael Kapsner in Leipzig, Kopenhagen und Weimar.
2008 errang er den Ritter-Preis beim IV. August-Gottfried-Ritter-Wettbewerb Magdeburg sowie den vierten Platz beim Internationalen Bachwettbewerb Leipzig. 2009 wurde er in das Amt des Leipziger Universitätsorganisten berufen. Seit 2015 ist Beilschmidt Künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig, zudem wurde ihm 2017 die musikalische Gestaltung von Gottesdiensten, Universitätsvespern und Konzerten im neuen Paulinum Leipzig anvertraut.

Der Universitätsorganist pflegt die ganze Breite des Repertoires von frühester Orgelmusik bis zu Werken des 20. und 21. Jahrhunderts, wobei das Orgelschaffen der Renaissance, J.S. Bachs und Olivier Messiaens sowie die Improvisation Schwerpunkte seiner Arbeit bilden. Beilschmidt überschreitet jedoch immer wieder die Grenzen des angestammten Orgelrepertoires, gemeinsam mit Künstlern wie Nora Thiele (Percussion), Johannes Malfatti (Elektroakustik) oder Irina Pauls (Tanz).

Website

Zurück