Zu viert ...
KAMMERMUSIK ZU VIER STIMMEN VON GEORG PHILIPP TELEMANN, CARL FRIEDRICH ABEL UND LOUIS-GABRIEL GUILLEMAIN
Über das Komponieren vierstimmiger Kammermusik schrieb der berühmte Flötist Johann Joachim Quantz 1752:
„Ein Quatuor, oder eine Sonate mit drey concertirenden Instrumenten,
und einer Grundstimme, ist eigentlich der Probierstein eines
echten Contrapunctisten …“.
Und er führte Georg Philipp Telemanns Kompositionen als Muster dieser Gattung an. Auch Louis-Gabriel Guillemain scheint das so gesehen zu haben, denn er nahm sich dessen Pariser Quartette zum Vorbild. Allen in diesem Konzert erklingenden Quatuors ist gemein, dass sie mit der modischen Traversflöte und der elitären Viola da gamba besetzt sind. Im Falle der
Komposition des aus Köthen stammenden Carl Friedrich Abel ist der Einsatz der Gambe auch nicht verwunderlich, denn er galt seinerzeit als der größte Virtuose auf diesem Instrument. Virtuosen auf ihrem Instrument sind auch die Musiker dieses Konzertes, und fast alle sind sie verbunden mit dem Internationalen Telemann-Wettbewerb Magdeburg, entweder als Juror, als Teilnehmer oder Preisträger.