Sonntag, 01.11.2020 / Schinkelsaal

572. Sonntagsmusik

Zu dritt...

TRIOSONATEN VON DIETRICH BUXTEHUDE, JOHANN HEINRICH SCHMELZER, PHILIPP HEINRICH ERLEBACH UND GEORG PHILIPP TELEMANN

Konstanze Beyer | Violine
Hille Perl | Viola da gamba
Mechthild Winter | Cembalo

Hille Perl | Foto: FoppeShut

Eine Triosonate ist eine Komposition für zwei Oberstimmen und Generalbass. Das klingt simpel, doch das konkrete Erscheinungsbild dieser Gattung ist sehr vielgestaltig. Ihre allmähliche Herausbildung ist mit den Werken dieses Programmes nachzuvollziehen. Für Telemann war das dreistimmige Komponieren von großer Bedeutung; er schrieb 1718 darüber:

„Besonders hat man mich überreden wollen / die Trio wiesen meine beste Stärcke / weil ich sie so
einrichtete / daß eine Stimme so viel zu arbeiten hätte / als die andre.“

Und so hinterließ er eine Vielzahl von Triosonaten in den unterschiedlichsten Besetzungen – hier werden jene für Violine und
Viola da gamba zu hören sein in einem fast familiären Zusammenspiel dieser von Telemann geschätzten Instrumente. Es ist ein musikalisches Gespräch dreier hervorragender Interpretinnen, die die Eigenheiten und Möglichkeiten ihrer Instrumente ausloten und dennoch gemeinsamals einmusikalisch Ganzes erscheinen.

 

Die älteste Kammermusikreihe der Stadt präsentiert 2020 bereits ihre 60. Saison! Bis heute präsentiert sie neben weithin bekannten Telemann-Kompositionen immer wieder auch nach den überlieferten Quellen neu erschlossene und edierte Werke. Manches Telemann-Werk war hier erstmals zu hören und nahm von hier aus seinen Weg in die Konzertsäle der Welt. Indem diese Reihe den Fokus auf die Musik Telemanns und seiner Zeitgenossen setzt, bietet sie dem Publikum stetig wunderbare Möglichkeiten des hörenden Entdeckens und Vergleichens.

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