Freitag, 28.04.2023 / Schinkelsaal

Kammermusik: Die Winterreise

Licht und Schatten

Musik von Franz Schubert

Grundmann Quartett:
Eduard Wesley | Oboe
Ulrike Titze | Violine
Bettina Ihrig | Viola
Ulrike Becker | Violoncello
und
Florian Götz | Bariton

Grundmann Quartett | Foto: Gabriele Seitz

Die Suche nach Trost in der Einsamkeit, Lust am Leiden und Sehnsucht nach dem Tod sind Seiten der Existenz, mit denen wohl jeder Mensch im Laufe seines Lebens einmal konfrontiert wird. Künstler aller Zeiten haben diese dunklen Züge in ihren Werken zu ergründen versucht.

Wilhelm Müllers Gedichtzyklus »Winterreise” von 1823/1824 ist gewiss einer der Höhepunkte des Genres. In Franz Schuberts Vertonung der Gedichte erhält die Wanderung einen melancholischen Sog, dem sich kein Zuhörer entziehen kann.

Zusammen mit dem Bariton Florian Götz bringt das Grundmann-Quartett die »Winterreise« in eine neue Gestalt: Schuberts Klavierpart erklingt in einer Bearbeitung für Englischhorn (die größere, melancholische Schwester der Oboe) und Streichtrio, zusätzlich wird das Geschehen durch eingeschobene Instrumentalsätze von Franz Schubert illustriert.

Florian Götz studierte zunächst Schulmusik und Trompete in Stuttgart, bevor er ein Gesangsstudium an der Guildhall School of Music and Drama in London bei Paula Anglin und Mark Packwood absolvierte.
Es folgten weitere Studien bei Michael Rhodes und an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar bei Mario Hoff und Ulrike Fuhrmann, sowie Meisterkurse bei Gregory Lamar, Malcom Martineau, Brigitte Fassbaender u.a. Seit 2013 wird der junge Bariton von
Margreet Honig betreut. Florian Götz ist u.a. Preisträger des Internationalen Wettbewerbs
Kammeroper Schloss Rheinsberg sowie Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes und gastierte als Opernsolist und Konzertsänger in New York, Paris und Amsterdam.
Das Grundmann-Quartett, gegründet 2010, hat sein Zuhause in Radebeul, Deutschland. Namensgeber des Quartetts ist der Dresdner Instrumentenbauer Jakob Friedrich Grundmann (1727–1800), einer der berühmtesten Oboenhersteller der zweiten Hälfte des achtzehnten
Jahrhunderts. Schwerpunkte des Repertoires sind Oboenquartetten etwa von Druschetzky, Mozart, Johann Christian Bach, Schostakowitsch und Janacek, aber auch Streichtrios von Beethoven, Eybler und Hummel. Ein besonderes Markenzeichen sind außerdem Bearbeitungen
für diese spezielle Besetzung, die zumeist vom Oboisten des Quartetts Eduard Wesly stammen. Das Grundmann-Quartett agiert hauptsächlich im weitern Dresdner Umfeld, gab aber auch schon Konzerte in Madrid, Amsterdam, Budapest, und Prag.

 

Florian Götz | Foto: Florian Palm

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