Samstag, 25.04.2020 / Schinkelsaal

Kammermusik: Ein unterschätztes Instrument

Akkordeon und Streicher

MUSIK VON JOSEPH HAYDN,WOLFGANG AMADEUS MOZART UND ROBERT SCHUMANN

Viviane Chassot | Akkordeon 
Vogler Quartett

Vivianne Chassot (Foto: Marco Borggreve)

Das Akkordeon ist ein recht junges Instrument. Erst seit den 1920er Jahren wird es in seiner heutigen Form gebaut. Entsprechend schmal ist das Repertoire an Originalkompositionen. Allerdings wollte man bereits bei der Konstruktion des Instruments mit einem großen Tonumfang und einer starken dynamischen wie klanglichen Wandlungsfähigkeit eine möglichst große Bandbreite an vorhandener Musik auf einfache Weise zugänglich machen.

Wie weit das gehen kann, zeigt exemplarisch die junge Schweizer Akkordeonistin Viviane Chassot.
Ihr erster Akkordeonlehrer Ernst Kaelin hatte sie schon früh an polyphone Musik herangeführt. Nach ihrem Studium bei Teodoro Anzellotti an der Hochschule der Künste Bern lebte sie einige Jahre in Leipzig, wo sie wichtige Impulse von Eberhard Feltz bekam und Meisterkurse unter anderem bei Ferenc Rados, András Schiff und Alfred Brendel besuchte. Mit ihren Interpretationen auf dem Akkordeon hat Viviane Chassot seither Maßstäbe gesetzt. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Simon Rattle, Riccardo Chailly und Heinz Holliger zusammen und überschritt immer wieder stilistische Grenzen, indem sie mutig und innovativ Klassik, Jazz, Neue Musik und Improvisation miteinander verband. In den vergangenen Jahren spielte Viviane Chassot zahlreiche Uraufführungen und war Gewinnerin des Kranichsteiner Musikpreises.

Die Reihe „Kammermusik“ wird von der Stadtsparkasse Magdeburg gefördert.

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