Samstag, 20.11.2021 / Schinkelsaal

Kammermusik: The Lamentations of David

Frühbarocke Psalmvertonungen

im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur und Geschichte

Profeti della Quinta
Doron Schleifer, Roman Melish | Countertenor
Lior Leibovici, Jacob Lawrence, Loïc Paulin | Tenor
Elam Rotem | Bass, Cembalo, Leitung


und
Eva Saladin, Coline Ormond | Violinen
Anna Danilevskaia | Filipa Meneses | Viola da gamba
Leo Bartolotto | Violone
Ori Harmelin | Theorbe
Aki Noda | Orgel

Profeti della Quinta | Mel et Lac

Das aktuelle Programm der Profeti della Quinta ist dem liturgischen Musikstil des Frühbarock gewidmet, wie er um 1600 herum konkret in der oberitalienischen Stadt Mantua entwickelt wurde. Es enthält majestätische Motetten von Claudio Monteverdi, Synagogalmusik seines jüdischen Kollegen Salomone Rossi sowie die „Wehklage Davids“ und andere biblisch inspirierte Kompositionen im Stil der damaligen Zeit von Elam Rotem, dem Leiter des Ensembles.
Die Profeti della Quinta konstituierten sich unter der Leitung des Cembalisten und Sängers Elam Rotem in Galiläa (Israel). Inzwischen ist das Ensemble in der Schweiz ansässig, wo alle seine Mitglieder weiterführende Studien an der Schola Cantorum Basiliensis absolvierten.
Das Ensemble besteht im Kern aus fünf Sängern, die je nach Bedarf weitere Instrumentalisten und Sänger hinzuziehen. Erste internationale Aufmerksamkeit erlangten die „Profeti“ mit einer CDEinspielung der „Hashirim asher li’Shlomo“ (Gesänge Salomos) von Salomone Rossi verbunden mit einem Dokumentarfilm über den Komponisten, gedreht an den Originalschauplätzen in Mantua. Mit dem Preis des York Early Music Young Artists Competition (2011)
kamen Einladungen zu wichtigen internationalen Festivals und Konzertreihen, darunter das Oude Muziek Festival Utrecht, das Metropolitan Museum of Art in New York und in die Shanghai Concert Hall. Ein künstlerischer Höhepunkt war die halbszenische Aufführung von Claudio Monteverdis L'Orfeo gemeinsam mit etwa 15 Gästen unter der musikalischen Leitung von Elam Rotem anlässlich der Trigonale im österreichischen St. Veit/Glan. Weitere CDs mit Musik des frühbarocken jüdisch-italienischen Komponisten Salomone Rossi, Orlando di Lassos Bußpsalmen, Motetten und Madrigale von Luzzasco Luzzaschi sowie Musik aus der neu entdeckten „Carlo G. Handschrift“ (ausgezeichnet mit einem Diapason d'Or) schärften das
Profil des jungen Ensembles.

Programm

Salomone Rossi (ca 1570-1630) Lamnatséah ‘al hagitit
(Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Gittit / Psalm 8)
Shir hama'alót, ashréy kol yeré A-donáy
(Stufenlied, Jedem Heil, der den Ewigen fürchtet / Psalm 128)
Sinfonia prima a 5

Claudio Monteverdi (1567-1643) Beatus vir qui timet Dominum (Psalm 112)
Laudate Dominum (Psalm 150)
O quam pulchra es (Nach einem Text aus dem Hohen Lied
der Liebe / Hohelied Salomons)
Laudate Dominum (Psalm 116)

Salomone Rossi Sinfonia decima
Mizmór letodáh (Psalm zum Danke / Psalm 100)
Haleluyáh, Halelí nafshí et A-donáy (Halleluja! Preise du, meine Seele, den Ewigen / Psalm 146)

Elam Rotem (*1972) Iti milevanon kala / Das Hohelied Salomons 4:8-11
The Lamentations of David / Samuel II, 17-27

Salomone Rossi Kaddish

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse MagdeBurg

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